Das Jahr 2021 in Zahlen

Hatte ich schon erwähnt, dass ich in Sachen Sport ein absoluter Zahlenmensch bin? Falls jemand mal einen Redner zum Thema „Selbstvermessung“ sucht: hier bin ich. So ziemlich alles wird bei mir quantifiziert, mit mehr oder weniger Priorität.

„If you didn’t track it, it never happened“

So sieht es mal aus! Auch in diesem Jahr gab es höchstens mal ganz kurze Radfahrten innerhalb unseres Dorfes, die nicht aufgezeichnet worden sind. In der Jahresstatistik fehlen somit sicherlich weniger als 10 Kilometer. Ansonsten habe ich die meisten Radkilometer mit meinem Wahoo Roam aufgezeichnet. Alltagsstrecken, für die ich nicht extra den Radcomputer mitgenommen habe, wurden über meine Garmin Vivoactive 4-Uhr protokolliert. Naja, und zum Jahresende sind dann noch überraschend viele Kilometer hinzu gekommen, die im Indoor-Training erradelt wurden.

Fit wie ein Turnschuh?

Kommen wir doch gleich mal zu der Statistik, die für mich persönlich so mit am wichtigsten ist: mein allgemeiner Fitness-Level. Und auch wenn ich von meinem Ideal-Ziel noch ziemlich weit entfernt bin (namentlich meine absolute Bestform im Sommer 2020), kann ich wohl ganz stolz sein, dass ich trotz all der Widrigkeiten, die mir dieses Jahr zwischen die Beine geschmissen hat, so fit wie noch nie in 2021 bin.

Ein krankheitsbedingtes Up and Down mit erfreulicher Tendenz nach oben

Wie man sieht, ging es zu Beginn des Jahres rapide bergab. In den Balkendiagrammen unten kann man gut sehen, dass von Anfang März bis Mitte April und von Anfang Mai bis fast zum Juli einige Zeiten waren, in denen ich überhaupt nichts machen konnte. Kein Wunder: im März standen insgesamt drei Operationen an, im Mai dann eine, die meine Physis so stark erschüttert hat wie nichts zuvor. Auch in August und September finden sich einige Wochen, in denen ich nichts machen konnte. Auch da waren Operationen der Grund für das verordnete Faulenzen.

Umso erfreulicher ist dann der Trend seit Mitte November. Da habe ich meinen Wahoo Kickr Core bekommen, der Stand heute schon fast 900 Kilometer auf dem Tacho hat. Entsprechend geht die Fitness seitdem steil nach oben, so dass meine wichtige „Fitness“-Kennzahl aktuell bei 73 liegt. Bestwert war im Juni 2020 mal 107. Wobei man bedenken muss, dass die obige Grafik meine Fitness anhand der relativen und der absoluten Leistung berechnet. Da ich erst seit den Aufzeichnungen von Aktivitäten mit dem Kickr Core auch absolute Leistungsdaten habe, ist das vielleicht etwas verwässert. Würde ich nur die relative Leistung mit einbeziehen, dann wäre mein Fitness-Level jetzt schon bei 87 und damit gar nicht mal so weit von meinen besten Zeiten entfernt.

Counting all that Miles

Wenn es nun um die Statistik der zurückgelegten Rad-Kilometer geht, muss ich mich den Statistiken von Garmin zuwenden. Eigentlich nutze ich zum Protokollieren (und für die eigene Motivation) hauptsächlich Strava. Aber leider wurden dort gut 500 Kilometer, die ich auf meinem ehemaligen Ergometer zurückgelegt habe, nicht berücksichtigt. Während Strava mit am heutigen Tag eine Gesamtkilometerleistung von 3.977 km angibt, sieht es bei Garmin wie folgt aus:

Das kann sich schon sehen lassen: meine Jahresstatistik 2021

Gut, im Vergleich zu 2019 und 2020 werden es dieses Jahr keine 5.000 Kilometer mehr – aber dafür gibt es ja auch Gründe. Und auch wenn ich in 2020 gut 50 Stunden mehr im Sattel gesessen habe: die Vorstellung, dass ich mehr als acht Tage am Stück je 24 Stunden in die Pedale getreten habe, ist reiner Irrsinn. In den vergangenen sechs Jahren habe ich insgesamt 15 Touren mit mehr als 100 Kilometern zurückgelegt. Immerhin eine davon habe ich in diesem Jahr bestritten.

Und worauf ich wohl auch extrem stolz sein kann: während andere sich in meiner Situation vielleicht verkrochen oder gar aufgegeben hätten, habe ich mich immer wieder gerappelt. Und ich habe sogar dafür gesorgt, dass das Jahr 2021 im Vergleich mit seinen fünf Mitkonkurrenten trotz allem einen Platz auf dem Treppchen ergattert hat:

Im Vergleich liegt 2021 gar nicht mal so schlecht

Herr Doktor, was sagen die Vitalwerte?

Werfen wir zuerst einen Blick auf den Stresslevel. Eigentlich macht da der Blick auf das komplette Jahr nicht so wirklich viel Sinn, schließlich sind das dann nur noch Mittelwerte, mit denen man nicht wirklich viel anfangen kann. Stress sollte man möglichst zeitnah analysieren und ihm zeitig entgegenwirken. Was aber auf jeden Fall klar deutlich ist: die große Operation im Mai war ein ordentlicher Schlag ins Kontor. Da gibt es einen sehr deutlichen Ausbruch nach oben. Bedingt durch die anschließende ausgedehnte Ruhephase ohne Sport, Arbeit oder sonstige körperliche Anstrengung gab es dann im Juni das Jahrestief.

Wie im Leben: ein ewiges Auf und Ab

Auch beim Gewicht kann man ein weiteres Mal die Auswirkungen der OP sehr eindrucksvoll bestaunen. Da mir in diesem Jahr fast komplett die tägliche Routine mit „Aufstehen – Wiegen – Duschen“ fehlte, habe ich mich nur recht unregelmäßig gewogen bzw. habe die gemessenen Daten nur selten eintragen können, da das Wiegen oftmals nicht früh morgens, sondern erst nach dem Training stattgefunden hat. Solche verfälschten Daten will ich nicht in der Statistik haben. Auch hier sieht man, wie sich zehn Tage Krankenhaus auf den Körper auswirken: da ging das Gewicht rapide nach unten, auf einen Wert, den ich lange nicht erreicht hatte. Aber wie das eben so ist wenn man krank zuhause auf der Couch liegt, keinen Sport machen kann und nur Langeweile schiebt – da geht das Gewicht jojo-mäßig wieder rapide nach oben. Der Kampf gegen die Pfunde wird dann ab Neujahr wieder etwas entschiedener aufgenommen.

I can hear your Heartbeat

Auch der Ruhepuls ist für mich ein wichtiger Indikator, wie gut es um meine Fitness bestellt ist. Selbst einige Tage mit einer profanen Erkältung treiben den Ruhepuls oft ziemlich in die Höhe. Und, wie sollte es auch anders sein: auch hier sieht man die Auswirkungen der OP im Mai ziemlich deutlich. Aber durch das regelmäßige Training der letzten Wochen konnte ich mich letztens sogar über einen Ruhepuls von 51 bpm freuen. Hier ist es also – ähnlich wie beim Gewicht – mal ganz gut, wenn die Kurve nach unten zeigt. 😉

Luft im Blut, oder was?

Mein VO2-Max ist dieses Jahr vermutlich unterirdisch. Wobei ich dazu sagen muss, dass meine Uhr einen neuen VO2-Max immer nur dann ermittelt, wenn man eine Gehen- oder Laufen-Aktivität von mehr als 15 Minuten trackt. Und das habe ich zugegebenermaßen schon lange nicht mehr gemacht. Gerade in der zweiten Jahreshälfte hatte ich einige Probleme mit dem rechten Knie, weswegen ich auf ausgedehnte Spaziergänge verzichtet habe. Dass mir Garmin trotzdem ein sportliches Alter unter meinem tatsächlichen Alter bestätigt, nehme ich einfach mal als Kompliment. Da müsste ich eigentlich mal wieder eine neue Messung machen, schließlich hat sich die Kondition in den letzten Wochen doch arg verbessert.

Wenig Luft im Blut – viel Luft nach oben

Fazit

Vieles habe ich schon gesagt. Das Wichtigste ist sicherlich, dass ich durchaus stolz sein kann auf das, was ich erreicht habe. Auch wenn es nicht wieder die 5.000 Kilometer im Jahr geworden sind. Immerhin waren es auch in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge mehr Kilometer mit dem Rad als mit dem Auto. Aktuell sehe ich mich auf einem guten Weg, erste Ziele für das kommende Jahr sind schon gesteckt:

Herausforderungen bei Strava bieten mir tatsächlich eine gewisse Motivation

In diesem Sinne: kommt gut in das Jahr 2022!

3 Gedanken zu “Das Jahr 2021 in Zahlen

  1. Eine starke Leistung nach diesem für dich wahrlich nicht einfachen Jahr, Andy, da kannst du stolz drauf sein!

    VO2-Max wird beim Radeln gar nicht ermittelt? Ich dachte, da gibt es einen extra VO2-Max-Wert für?

    Mein Sportbericht (zu 99% laufen) steht noch aus für dieses Jahr. Aber ein paar KM gehen schon noch… 😉

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