Tour: mit der Draisine unterwegs!

Wenn wir schon gemeinsam mit meinen zukünftigen Schwiegereltern Urlaub machen, dann wollen wir natürlich auch etwas zusammen erleben. Mit der Draisinen-Tour in Waren haben wir eine witzige Aktivität gefunden, die uns allen viel Spaß gemacht hat.

Zuerst einmal: es gibt verschiedene Arten von Draisinen. Manche verfügen über eine Art Wippe, die mithilfe der Arme in Bewegung gebracht wird. Unsere Draisine bestand quasi aus zwei Fahrrädern, die miteinander verschweißt und auf die Schiene gesetzt wurden.

Besonderheiten der Strecke

Auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke zwischen Waren und Malchin hatten wir die Möglichkeit, die Natur ganz anders zu entdecken als auf unseren normalen Radtouren.

Die Schienen führten teils durch richtige Waldgebiete, teils standen nur am Rand einige Reihen Bäume. Vielleicht wurden sie seinerzeit für den Lärmschutz entlang der Strecke angepflanzt. Für uns hatten sie aber einen ganz anderen Vorteil: sie gaben viel Schatten.

Gut drei Viertel der Strecke fährt man durch schattiges Gebiet. Im Sommer ist das natürlich von großem Vorteil. Da wir allerdings im September unterwegs waren, war es im Schatten schon ziemlich frisch. Entsprechend sieht man im Video auch, dass die Personen, die gerade nicht in die Pedale treten, die Arme wärmend um den Körper verschränkt haben.

Wer jedoch treten musste, der hatte teils richtig gut zu tun: auch wenn die Landschaft überwiegend relativ flach ist, so gab es doch so einige Anstiege, die uns ordentlich Energie gekostet haben. Daher die Empfehlung: wer nicht allzu sportlich ist und nicht regelmäßig Rad fährt, sollte vielleicht das Angebot der E-Draisinen nutzen. Diese werden ebenso wie en Pedelec durch einen Elektromotor unterstützt. Das kann natürlich auch gerade dann hilfreich sein, wenn man mit vier Erwachsenen auf der Draisine sitzt.

In den Bereichen, in denen es dann mal bergab geht, kommt man fast in einen Geschwindigkeitsrausch. Mit über 20 km/h schmirgelt man dann über die Strecke und kann die Früchte seiner Bergsteiger-Arbeit genießen.

Geschwindigkeitsrausch auf der Bergab-Passage

Und natürlich hat das Ganze auch einen gewissen Abenteuer-Charakter: gerade kurz nach der Abfahrt in Waren passiert man mit der Draisine noch einige befahrene Straßen. Damit wild gewordene Betriebsausflügler nicht auf die Idee kommen, da einfach ohne Sinn und Verstand über die Bahnübergänge zu juckeln, wurden vom Betreiber der Draisinen einige Schranken angebracht, die von jeweils einer Person hoch gehalten werden müssen, damit die Draisine vorsichtig die Straße passieren kann.

Schaffe ich das auch?

Natürlich! Ich lehne mich mal aus dem Fenster uns sage: das Draisinefahren ist echt etwas für alle. Zum einen besteht wie erwähnt die Möglichkeit, eine motorunterstützte Draisine zu nehmen (Aufpreis: 15,- €). Diese bietet ähnlich wie auch Pedelecs verschiedene Unterstützungsstufen, so dass auch unsportliche Personen die Strecke gut bewältigen können.

Zum anderen gibt es im Verlauf der Strecke einige Haltestationen, an denen die Draisine aus dem Gleis gehoben werden kann. So kann jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich die komplette Strecke von jeweils 13 Kilometern zutraut, oder ob 4 Kilometer in jede Richtung nicht auch ausreichend sind.

Ein grünes Blätterdach – fühlt sich an wie mim Märchenwald

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