Tour: Müritzrunde „plus eins“

Alles sah nach einem guten Tag aus: das Wetter schien perfekt und meine Liebste samt Eltern hatte einen großen Ausflug vor sich. Das hieß für mich: viel Zeit für eine ausgedehnte Radtour um die Müritz. Und weil das noch nicht genug war (75 Kilometer – was ist das schon?!), ging es danach noch an den Torgelower See. Schließlich wollte ich die 100 Kilometer voll machen.

Die Highlights

Eigentlich gab es zu viele schöne Eindrücke, als dass ich sie hier alle festhalten könnte. Dafür mache ich ja schließlich auch meine Videos. Und dennoch: die Tour war tatsächlich für einige Überraschungen gut. Beispielsweise dieses tolle Panorama, das mich in Empfang genommen hat, als ich aus einem Waldstück heraus kam.

Und dass ich so eine Freue beim Anblick von Trauerweiden hätte, war mir vorher auch nicht so wirklich klar. Aber bei diesem schönen Exemplar auf dem Weg von Waren nach Torgelow war es wohl Liebe auf den ersten Blick.

Auf der Osteseite der Müritz gibt es ein ausgedehntes Naturschutzgebiet, das großteils von Wäldern bewachsen ist. Das Fahren darin hat mir sehr viel Spaß gemacht, da es weder zu steinig noch zu matschig war.

Außerdem habe ich mir noch mit einem Trabbi ein Rennen geliefert – bei dem ich dann gerne verloren habe.

Das Low-Light

Eigentlich wollte ich mich ganz entspannt von Komoot um die Müritz routen lassen. Schnell war eine entsprechende Route gefunden, deren Beschaffenheit auch mit meinen Vorlieben überein stimmt (bin halt eher ein „Straßenkind“). Mein Radcomputer kann nicht nur Komoot-Routen verarbeiten – er navigiert einen auch sicher zum Beginn der Route. Tja, die hatte ich nicht so ganz auf dem Schirm. Nachdem ich aus Waren raus war, ist mir aufgefallen, dass ich immer noch zum Beginn der Route geführt werde. Stellt sich raus: der Beginn der Route war in Röbel, etwa 30 Kilometer von meinem Startpunkt entfernt. Das Navi hätte mich also 30 Kilometer zum Startpunkt geroutet und mich dann einmal um die Müritz geschickt. Am Ende hätte ich wieder in Röbel gestanden und hätte noch mal 30 Kilometer zurück fahren dürfen. Das war mir dann doch ein wenig viel. Also brach ich die Navigation ab und legte dann jeweils bei kleinen Pausen ein neues Ziel fest. So kam ich etappenweise mit Komoot doch noch ganz gut zurecht.

Anscheinend gibt es in der App nicht die Möglichkeit, den Startpunkt einer Route neu zu legen. Am Rechner ist das kein Problem, da kann ich eine Route immer meinem aktuellen Startpunkt entsprechend anpassen. Entweder bin ich zu dumm oder da ist in der App noch „Luft nach oben“.

Ein weiteres Low-Light war dann der Ermüdungsbruch an meinem Fahrrad. Mitten im huckeligen Wald war es für das Plastik meines „Kettenschutzes“ (eigentlich schützt es den Riemen, eine Kette habe ich nicht) dann zuviel. Er brach hinten ab, so dass der Schutz auf dem Riemen auflag.

Entsprechend musste ich den Schutz dann abnehmen. Spannend: während ich da im Wald an meinem Fahrrad herumgedoktort habe, war auf einmal ein lauter Knall zu hören. Wie von einem Truppenübungsplatz. Da sieht man natürlich noch mal schneller zu, dass man Land gewinnt. 😉

Besonderer Tipp

Am nördlichsten Zipfel von Röbel gibt es einen richtig tollen Steg mit zwei Bänken darauf, der zum Verweilen einlädt. In etwa 300 Metern Entfernung gibt es auch ein wenig Gastronomie. Wer mag, kann sich also gut versorgt mit einem tollen Blick auf die Müritz eine schöne Pause gönnen.

Und wenn ich schon in Torgelow war, müsste ich eigentlich auch noch einen schönen Tipp für den Torgelower See abgeben. Aber der kommt erst in einem der folgenden Beiträge. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.