Radel-Tagebuch, 22.09.2021

Eigentlich ist der Name etwas irreführend, denn geradelt bin ich in den vergangenen sieben Tagen überhaupt nicht. Dennoch habe ich viel für dieses Blog und meinen YouTube-Kanal gemacht, das ich hier ein wenig festhalten möchte.

Warum keine Radtouren?

Ganz einfach: ich komme heute frisch aus dem Krankenhaus. Und da ich vor einer OP nie eine Erkältung riskieren möchte, habe ich auf Touren in den Tagen zuvor verzichtet. Fiel schon ziemlich schwer, denn eigentlich will ich ja so fit wie möglich in eine OP hinein gehen. Aber da das Wetter langsam kälter wird, wollte ich mich da nicht verschätzen und mich erkälten.

Einige Videos in petto

Stattdessen habe ich das vergangene Wochenende fast ausschließlich damit verbracht, die Filme von unserem Urlaub in Waren an der Müritz zu schneiden. Und das war ein Höllen-Aufwand. Ich hatte das ja schon erwähnt: da fast sämtliche Filmclips auf dem Tablet nachbearbeitet wurden, haben sie ihr Aufnahmedatum verloren. So musste ich die chronologische Reihenfolge der Filme von zwei Kameras erst mal aus der Erinnerung heraus wiederherstellen. Am meisten zu kämpfen hatte ich mit dem längsten Video, das aus über 150 Clips besteht. Diese mussten dann erst mal „per Hand“ durchsortiert werden. Aber nach ein paar Filmen hatte ich selbst darin eine gute Routine entwickelt. Alle Videos wurden gesichtet und auf einer Tausender-Skala grob einsortiert. In etwa so: „Ah, ein Clip, der ziemlich in der Mitte der Tour entstanden ist? Wird umbenannt in 0500.mp4. Ein Clip von ganz am Schluss? Bekommt irgendwas in Richtung 0950.mp4“. Mit diesem Prinzip ist es mir relativ leicht gefallen, da eine Sortierung hinein zu bringen. Es zeigte sich aber zuvor auch schnell, dass ich mit einer dreistelligen Namensgebung nicht hinkommen würde.

Zumindest wollte ich mit dieser Arbeit nicht bis nach dem Krankenhausaufenthalt warten, denn Erinnerungen verblassen ja so schnell…;-) Und so sind jetzt auch die Clips der Videos, die noch nicht geschnitten sind, chronologisch sortiert.

Als nächstes musste ich ja noch ein wenig damit kämpfen, dass nicht alle Aufnahmen mit Sprache automatisch mit der Aufnahme aus meinem externen Aufnahmegerät abgeglichen werden können. Hier heißt es dann: stundenlange MP3s nach der passenden Stelle durchsuchen, den Ausschnitt mit dem Video abgleichen und speichern. Aber auch darin habe ich nach den vielen Videos vom Wochenende eine gewisse Übung. Vor allem bekommt man ziemlich schnell einen Blick dafür, welche Wellenform etwa ein heranrauschendes Auto oder was Sprache ist. So kann man anhand der Wellenform oft schnell den richtigen Schnipsel Ton finden.

Von den vier Videos, die es von unserem Urlaub noch geben wird, habe ich drei schon fertig. Sie werden nun wöchentlich immer freitags zum Wochenende hin veröffentlicht.

Video ist nicht alles!

Es hängt tatsächlich einiges mehr an Arbeit an einem solchen Projekt, denn mit dem fertigen Schnitt ist die Arbeit natürlich noch nicht erledigt. Erst mal muss das Video hochgeladen werden und auf YouTube mit einem stichhaltigen Text versehen werden. Schließlich soll es auch gefunden werden. Anschließend schnappe ich mir einige Screenshots aus den Videos und bereite damit Instagram-Beiträge vor, die dann mit later.com geplant werden. Und zu guter Letzt nehme ich dann diese Screenshots und bebildere damit den zugehörigen Blog-Beitrag, der natürlich auch erst mal geschrieben sein will. Ihr merkt: da hängt schon ein wenig Zeit dran…

Feedback hilft!

Auch auf diesem Weg noch mal vielen Dank für das Feedback, das ich zum letzten Video bekommen habe. Einige Tipps habe ich mir zu Herzen genommen und werde sie in zukünftigen Videos beachten. Beispielsweise kam der Wunsch auf, dass ich in den Videos ruhig mal Karten einblenden soll, die entweder die komplette Route oder spezielle Punkte zeigen. Klar: so bekommt der Zuschauer einen besseren Überblick und eine bessere Orientierung. Das habe ich gleich im nächsten Video mit eingebaut, so dass man an einigen besonderen Stellen nun Karteneinblendungen sehen kann. Zusätzlich ist in der Videobeschreibung auf YouTube (und auch hier) immer ein Link zur Komoot-Tour enthalten. Für all jene, die die Strecken oder Teile davon nachfahren wollen.

Im Krankenhaus habe ich viel Zeit damit verbracht, anderen beim Radfahren zuzusehen. Will heißen: ich habe mir viele Videos von Radel-Kollegen angeschaut und auch darauf geachtet, was ich denn daraus für meine Videos mitnehmen kann. Auf eines hat mich auch mein lieber Instagram-Kollege @meinfahrradundich hingewiesen: vielleicht nicht das komplette Video mit Musik unterlegen. Da gebe ich ihm Recht. Zum einen ist es vielleicht auch mal gut, wenn man wirklich nur die Atmosphäre der Tour mitbekommt oder gerade auch bei längeren Redebeiträgen nicht immer ein Gedudel im Hintergrund hat. Zum anderen kann ich so die Musik vielleicht auch pointierter einsetzen. Ein wenig schwer fällt mir die Vorstellung ja doch, denn in den Videos werde ich vermutlich oftmals einen hohen Redeanteil haben. Und da in den Landschafts-Szenen nur 10-20 Sekunden Musik dazwischen zu schnippeln… Ich lasse mich überraschen.

Falls Euch die Videos gefallen – oder gerade wenn Euch etwas nicht gefällt, gebt mir gerne eine Rückmeldung. Ich merke immer mehr, dass da immer noch ein wenig „Luft nach oben“ ist und man nie wirklich auslernt. 😉

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