Was habe ich mir bloß dabei gedacht?

Hinter uns liegt eine schöne Urlaubswoche in Waren an der Müritz. Es war echt Zeit, mal allem entfliehen zu können und nicht immer nur um Alltag und Krankheit zu kreisen. Auf unseren Radtouren habe ich viele Videos gemacht, die nun nach und nach auf YouTube veröffentlicht werden. Ich sage „viele Videos“, aber vermutlich meine ich eher „zu viele Videos“…

Warum zu viele Videos?!

Zuerst einmal: meine beiden Kameras haben sich auf den Touren ganz gut bewährt. Die eine mehr, die andere weniger. Was mich echt begeistert hat: ich konnte alle Videos mit den jeweiligen Apps fürs iPad schon mal sichten und grob bearbeiten. Das war quasi meine allabendliche Beschäftigung.

Coole Zeitraffer-Effekte? Mit der App von Insta360 in Sekunden gezaubert

Die App von Insta360 ist so intuitiv, dass ich nach kürzester Zeit die Clips wie am Fließband „sendefähig“ bekommen habe. Schnitt, Filter, Perspektivkorrekturen und andere Effekte sind in nullkommanix erledigt. Für die 360°-Videos der GoPro Max hat sich der Einsatz vom sogenannten Overcapturing bewährt. Simpel erklärt: erst wird das Video aufgenommen, später dann auf dem Tablet in Echtzeit der Blickwinkel der Kamera festgelegt. Werde ich sicherlich auch noch einmal in einem Video erklären.

Wo ist der Haken?

Ganz einfach: durch die Bearbeitung verlieren die Videos ihren Zeitstempel. Außerdem werden sie auf dem iPad nicht mit dem Aufnahmedatum gespeichert, sondern mit einer beliebigen Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Heißt in der Praxis: für das erste Video hatte ich gut 140 verschiedene Clips, die ich nach bestem Wissen, Gewissen und Erinnerung wieder in die chronologische Reihenfolge bringen musste. Erst dann konnte ich mit dem Schnitt anfangen.

Und was ist mit dem Ton?

Auch mein neu angeschafftes Aufnahmegerät Zoom F2* hat sich in der Praxis echt bewährt. Während der Touren habe ich es an den Bund meiner Radlerhose geclippt und somit überhaupt nicht bemerkt. Die Tonqualität erweist sich weiterhin auch bei schnellen Geschwindigkeiten als super. Windgeräusche sind eigentlich überhaupt nicht zu hören. Eine echt gute Anschaffung!

Aber da gibt’s doch auch einen Haken, oder?

Klar. Muss ja. Ich bin ja so dankbar dafür, dass mein Videoschnitt-Programm Audio aus verschiedenen Quellen synchronisieren kann. Das heißt: die Kamera nimmt mit ihrem (schlechten) Mikrofon zwar Ton auf – der aus dem Aufnahmegerät ist aber um Längen besser. Das Schnittprogramm analysiert nun die zig Stunden lange Aufnahmedatei, gleicht sie mit dem schlechten Ton der Videoclips ab und ersetzt den schlechten durch den guten Ton. In vielen Fällen funktioniert das auch einwandfrei. Aber: wenn der Kameraton durch Windgeräusche komplett unverständlich ist, kann er auch nicht mit der guten Aufnahme abgeglichen werden. Hier ist dann Handarbeit nötig: In teils fünfstündigen Aufnahmen nach genau der einen Stelle suchen, in der man einen belanglosen Kommentar gesagt hat, ist schon sehr aufwendig. So musste ich dann für einzelne Videoclips noch den jeweiligen guten Ton in das Schnittprogramm laden und „per Hand“ synchronisieren.

Video und Audio im Gleichklang…

Erzähl mal was Positives!

Okay, eine weitere tolle Funktion des Schnittprogramms macht mir das Leben wirklich einfacher. Sogenanntes „Audio Ducking“. Meine Tourenvideos werden ja mit Musik untermalt. Nun wäre es ja ein Riesenaufwand, wenn ich jedes Mal, wenn ich etwas in die Kamera sage, die Musik herunterdrehen müsste. Audio Ducking sorgt dafür, dass die Musikspur automatisch leiser geregelt wird, sobald auf der Sprachspur etwas gesagt wird. Das ist eine echte Erleichterung.

Fazit

Ich muss schon zugeben, dass ich gerade schon ein wenig ergriffen war, als ich das Ergebnis dann letztendlich auf dem Monitor sehen konnte. Ein gut 14 Minuten langer Film, der mir persönlich sehr gut gefällt. Ich denke, dass er einen guten Eindruck über unsere Radtour gibt. Bisher waren meine Gehversuche ja eher so mit dem Gefühl „Ich fang erst mal an…“ entstanden. Dieses Video ist nun endlich Real Talk: so soll es sein. Das ist die Richtung, in die ich gehen will. Am Sonntag geht es online, anbei ein kleiner Vorgeschmack. Lasst mich gern wissen, wie es euch gefällt.

Eine schöne Radtour zu zweit – mit einigen außergewöhnlichen Perspektiven

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